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Asiens Küchen: Was man auf Studienreisen probieren sollte (KI-generiertes Bild)
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Asiens Küchen: Was man auf Studienreisen probieren sollte

Robert Picket · 4 Min. Lesezeit · 6. Oktober 2026

Zwischen Gewürzmärkten in Istanbul und Streetfood-Ständen in Saigon: Wie Essen und Trinken eine Asien-Reise prägen und welche Spezialitäten man wirklich probiert haben sollte.

Tanja Schumann, Reiseberaterin bei CARILONS, erinnert sich an eine Kundin, die nach einer schweren Burnout-Phase eine Wanderreise auf dem Jakobsweg in Galicien gebucht hatte. Für sie ging es nicht um Sightseeing, sondern um jeden einzelnen Schritt zurück zu sich selbst. Als sie wiederkam, schickte sie Tanja Schumann ein Foto von sich. Sie strahlte über das ganze Gesicht und hatte ihren stressigen Konzernjob gekündigt, um sich einen Traum zu erfüllen.

Was hat das mit Essen in Asien zu tun? Mehr, als man zunächst denkt. Auch dort erleben Reisende diesen Moment des Ankommens, oft nicht beim Blick auf ein Monument, sondern beim ersten Bissen auf einem Markt, in einer kleinen Gasse, an einem Stand, den man eigentlich nur aus Neugier betreten hat. Essen ist in Asien selten nur Nahrungsaufnahme. Es ist der direkteste Weg, eine fremde Kultur zu verstehen.

Der Markt als Herzkammer der Küche

Wer die Küche einer Region wirklich kennenlernen will, muss auf den Markt. In Jerusalem ist das der Mahane Yehuda, in dem Händler am Vormittag frisches Fladenbrot, eingelegtes Gemüse und Gewürzmischungen wie Za'atar anbieten, bevor am Abend aus denselben Gassen Bars werden. Auf unserer Reise zu den Höhepunkten Israels ist ein Besuch dort oft der Moment, an dem Teilnehmer zum ersten Mal richtig ankommen, mit einem warmen Stück Brot in der Hand und Gewürzduft in der Nase.

In Vietnam funktionieren Märkte anders. Dort ist der Markt oft die Küche selbst. Auf dem Ben Thanh Markt in Ho-Chi-Minh-Stadt kocht man direkt vor den Augen der Kunden, Suppentöpfe dampfen stundenlang, und man setzt sich auf kleine Plastikhocker mitten im Gedränge. Wer auf der 20-tägigen Rundreise durch Laos, Vietnam und Kambodscha unterwegs ist, merkt schnell: Hier wird nicht für Touristen gekocht, sondern für die Nachbarschaft, und genau das schmeckt man.

Aber was passiert, wenn man einen Markt besucht, auf dem es überhaupt keine Hektik gibt, sondern nur Stille und ein paar Frauen, die Käse in der Sonne trocknen? Genau das erwartet Reisende in einem ganz anderen Teil Asiens.

Bhutan: Essen im Rhythmus der Berge

In Bhutan bestimmt nicht die Uhr den Tagesablauf, sondern die Höhenlage und das Wetter. Gefrühstückt wird einfach, oft mit Reis und Resten vom Vortag, das Hauptgericht kommt mittags oder abends auf den Tisch: Ema Datshi, scharfe Chilischoten in geschmolzenem Käse, dazu roter Reis aus den Hochtälern. Wer das erste Mal probiert, unterschätzt fast immer die Schärfe, und genau das gehört zur Erfahrung dazu. Auf der Reise durch das Königreich Bhutan isst man häufig in kleinen Familienbetrieben, in denen das Essen noch nicht für Touristen angepasst wurde. Das macht den Unterschied.

Türkische Küche: Frühstück als eigene Disziplin

In der Türkei beginnt der Tag nicht mit einer schnellen Tasse Kaffee, sondern mit einem Frühstückstisch, der eher einem kleinen Festmahl gleicht: Oliven, mehrere Käsesorten, Honig mit Sahne, frisches Brot, Tomaten, Gurken, Eier und schwarzer Tee, der in kleinen tulpenförmigen Gläsern serviert wird. Dieses Ritual kann über eine Stunde dauern und ist fester Bestandteil des Tages, nicht nebenbei erledigt. Auf der Rundreise zu den Höhepunkten der Westtürkei kommen dazu regionale Weinverkostungen rund um Ephesus, denn die Ägäisregion gehört zu den ältesten Weinbaugebieten der Welt. Wer glaubt, türkische Küche bestehe nur aus Döner und Baklava, wird hier eines Besseren belehrt.

Zwischen Hummus, Pho und Amok: Was man probiert haben sollte

Drei Gerichte, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, wenn man in dieser Region unterwegs ist:

Hummus und Falafel in Israel, frisch zubereitet und noch warm, nicht aus der Dose, sondern direkt vom Straßenstand. Pho in Vietnam, die klare Rindfleischsuppe, die traditionell schon zum Frühstück gegessen wird und mit der man den vietnamesischen Tag am besten versteht. Und Amok in Kambodscha, ein mildes Kokos-Curry, das in einem Bananenblatt gedämpft wird und während der Reise durch Indochina fast immer auf dem Weg nach Siem Reap probiert werden kann.

Diese drei Gerichte haben eines gemeinsam: Sie erzählen mehr über die jeweilige Kultur als jedes Museum. Hummus ist eine Frage der Familienrezepte, Pho eine Frage der Tageszeit, Amok eine Frage der Geduld beim Kochen. Wer das einmal verstanden hat, sieht die Region mit anderen Augen.

„Eine Reise ist was man daraus macht. CARILONS macht viel daraus. Das spürt man.", sagt Kurt S. aus Reutlingen über seine Erfahrungen auf Studienreisen mit CARILONS. Genau diese Haltung gilt besonders beim Essen: Wer sich traut, abseits der bekannten Gerichte zu probieren, bekommt am Ende die intensivsten Erinnerungen mit nach Hause.

Für Israel liegt aktuell keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts vor, ein positives Signal für die Reisesicherheit vor Ort (Quelle: Auswärtiges Amt, Stand 2026).

Ein letzter Gedanke zum Jakobsweg

Zurück zu Tanja Schumanns Kundin auf dem Jakobsweg. Was sie in Galicien gefunden hat, war nicht ein Ort, sondern ein Gefühl: wieder bei sich selbst zu sein, Schritt für Schritt. In Asien finden viele Reisende dieses Gefühl nicht beim Wandern, sondern beim Essen. Am Marktstand in Jerusalem, auf dem Plastikhocker in Saigon, am Frühstückstisch in Izmir oder bei einem viel zu scharfen Käsegericht in den bhutanischen Bergen. Es ist derselbe Moment, nur mit einem anderen Geschmack auf der Zunge.

Wer selbst herausfinden möchte, welche Küche ihn am meisten überrascht, findet einen Überblick über alle buchbaren Reisen auf Alle Asien-Reisen. Oder er beginnt direkt bei einer der hier vorgestellten Reisen, zum Beispiel bei der 14-tägigen Reise durch Israel und Jordanien, bei der neben Petra und dem Toten Meer auch das kulinarische Erbe beider Länder im Mittelpunkt steht.

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